Ariya-puggala

Aus Glossar des Buddhismus
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Ariya-puggala *a[Bearbeiten]

oder einfach Ariya, ‘Edle’, nennt man solche Menschen, die sich auf einem der als die 4 überweltlichen Pfade (magga) oder Ziele (phala) bekannten Entwicklungsstadien befinden. Dieselbsen sind:

A.
(I) Pfad und Ziel ('Frucht') des Stromeintritts > sotapatti-magga > phala
(II) Pfad und Ziel der Einmalwiederkehr > sakadagami
(III) Pfad und Ziel der Niewiederkehr > anagami
(IV) Pfad und Ziel der >Heiligkeit > arahatta-magga

Nach dem Abhidhamma ist der 'überweltliche Pfad’ eine Bezeichnung für den beim Eintritt in eine der 4 Stufen der Heiligkeit aufblitzenden und das Leben für immer umgestaltenden Hellblick in die Vergänglichkeit, das Elend und die Unpersönlichkeit alles Daseins. Die unmittelbar darauf als Wirkung folgenden und bis zur Erreichung der höheren Pfade unter Umständen noch unzählige Male sich wiederholenden Bewußtseinsmomente gelten als das Ziel, wörtlich die Frucht des Pfades.

Ariya-puggala *1

oder einfach Ariya, ‘Edle’, nennt man solche Menschen, die sich auf einem der als die 4 überweltlichen Pfade (magga) oder Ziele (phala) bekannten Entwicklungsstadien befinden. Dieselbsen sind:

A. (I) Pfad und Ziel ('Frucht') des Stromeintritts > sotapatti-magga > phala (II) Pfad und Ziel der Einmalwiederkehr > sakadagami (III) Pfad und Ziel der Niewiederkehr > anagami (IV) Pfad und Ziel der >Heiligkeit > arahatta-magga

Nach dem Abhidhamma ist der 'überweltliche Pfad’ eine Bezeichnung für den beim Eintritt in eine der 4 Stufen der Heiligkeit aufblitzenden und das Leben für immer umgestaltenden Hellblick in die Vergänglichkeit, das Elend und die Unpersönlichkeit alles Daseins. Die unmittelbar darauf als Wirkung folgenden und bis zur Erreichung der höheren Pfade unter Umständen noch unzählige Male sich wiederholenden Bewußtseinsmomente gelten als das Ziel, wörtlich die Frucht des Pfades.

(I) Der in den Strom Eingetretene > sotapanna ist frei von den 3 ersten an den Daseinskreislauf kettenden 10 Fesseln > samyojana, nämlich: 1. Persönlichkeitsglauben (sakkaya-ditthi > ditthi, 2. Zweifelsucht > vicikiccha, 3. Hang an Regeln und Riten (silabbata-paramasa). Vgl. upadana 3.

(II) Der Einmalwiederkehrende (sakadagami) ist fast frei von der 4. u. 5. Fessel, d.i. 4. Sinnlichem Begehren (kama-raga) und 5. Übelwollen (vyapada = patigha).

(III) Der Niewiederkehrende > anagami ist völlig frei von diesen ersten 5 niederen Fesseln.

(IV) Der Vollkommenen-Heilige oder Arahat ist außerdem frei von den 5 höheren Fesseln, d.i. 6. Begehren nach Feinkörperlichem Dasein (rupa-raga), 7. Begehren nach Unkörperlichem Dasein (arupa-raga), 8. Dünkel > mana, 9. Aufgeregtheit > uddhacca, 10. Unwissenheit > avijja.

Der stereotype Suttentext hierzu lautet: (I) "Da ist ein Mönch durch Vernichtung der 3 Fesseln (1-3) in den Strom eingetreten, für immer dem Verderben entronnen, gesichert, der vollen Erleuchtung gewiß." (II) "Nach Vernichtung der 3 Fesseln und äußerster Abschwächung von Sinnlicher Begier und Übelwollen (4, 5), kehrt er nur noch einmal wieder, und nur noch einmal zu dieser Welt zurückgekehrt, macht er dem Leiden ein Ende." (III) "Nach Vernichtung der 5 niederen Fesseln aber erscheint er in einer höheren Welt wieder, um dort das Nirwahn > nibbana zu erreichen und nicht mehr zu dieser Welt zurückzukehren." (IV) "Nach Versiegung aller Triebe aber erreicht er schon in diesem Leben die von allen Trieben freie Gemütserlösung und Wissenserlösung, indem er sie selber erkennt und verwirklicht."

B. Die 7fache Gruppierung der edlen Jünger ist folgende:

  1. der Vertrauensergebene (saddhanusari),
  2. der Vertrauenserlöste (saddhavimutta),
  3. der Körperzeuge (kaya-sakkhi),
  4. der Beiderseits-Erlöste (ubhato-bhaga-vimutta),
  5. der Wahrheitsergebene (dhammanusari),
  6. der Erkenntnisgereifte (ditthippatta),
  7. der Wissenserlöste (panna-vimutta).

Ausf. s. Pfad.

Diese 7 Jünger werden in Vis. XXI kurz erklärt in den Worten: "Wer ganz von Entschlossenheit erfüllt ist und beim Erwägen der Gebilde als vergänglich (anicca) die Fähigkeit des Vertrauens gewinnt, der gilt im Augenblick des Pfades des Stromeintritts als Vertrauensergebener, auf den 7 übrigen Stufen (d.i. der Frucht des Stromeintritts und den 3 höheren Pfaden und Früchten aber als Vertrauenserlöster .

"Wer ganz von Ruhe erfüllt ist und beim Erwägen der Gebilde als elend (dukkha) die Fähigkeit der Sammlung gewinnt, der gilt in jeder Beziehung als Körperzeuge.

"Wer aber nach Erreichung der unkörperlichen Vertiefungen > jhana 5-8 die höchste Frucht (der Heiligkeit) gewonnen hat, gilt als Beiterseits-Erlöster.

"Wer ganz von Wissen erfüllt ist und beim Erwägen der Gebilde als unpersönlich (anatta) die Fähigkeit der Einsicht gewinnt, der gilt im Augenblick des Stromeintritts als Wahrheitsergebener, auf den nächsten 6 Stufen als Erkenntnisgereifter, auf der höchsten Fruchtstufe aber als Wissenserlöster"

Ausführliche Erklärungen bieten M.70; A.IX.44; S.12.70; Pts. II. p. 33. Vgl. auch kaya-sakkhi, ubhato-bhaga-vimutta, panna-vimutta.




Zur Erleichterung: hier das Quellenverzeichnis und die Abkürzungen


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