Heian-Zeit

Aus Glossar des Buddhismus
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Heian-Zeit *14[Bearbeiten]

Als Heian-Zeit bzw. Heian-Periode wird eine Epoche (794–1185, auch 794–1192) der japanischen Geschichte bezeichnet.

Der Grundstein der goldenen Heian-Zeit wurde im Jahre 794 gelegt, in dem der Kaiserhof in den Heian-Palast (Daidairi) nach Heian-kyō, dem heutigen Kyōto, verlegt wurde. Mit dem Umzug nahmen die Beziehungen zum Kaiserreich China ab, dem korrespondierte eine stärkere Konzentration nach innen.

Am Hof von Heian wurden die japanische Kultur, Kunst und Sitten zu außerordentlicher Verfeinerung geführt. Die Heian-Zeit gilt als die klassische Periode der japanischen Literatur, die besonders von Hofdamen gepflegt wurde. Zur sogenannten Hofdamenliteratur zählen z. B. das Genji Monogatari der Hofdame Murasaki Shikibu und das Kopfkissenbuch der Hofdame Sei Shōnagon. Daneben entwickelten sich die Tagebucherzählungen (nikki); auf kaiserlichen Befehl wurden Gedichtanthologien (Chokusenwakashū) zusammengestellt. Zwei wichtige Beispiele dazu sind das Kokin-wakashū und das Manyōshū. In jener Zeit entstand mit dem Sakumon Daitai eine japanische Poetik.

Da die chinesische Schrift damals noch die einzige Möglichkeit war, etwas niederzuschreiben, und man das Erlernen derselben als unziemlich für Frauen hielt, führte die Hofdamenliteratur der Heian-Zeit auch zur Entwicklung einer neuen Silbenschrift, die zunächst onna-de (Frauenhand) genannt wurde und später als Hiragana kanonisiert wurde.



Zur Erleichterung: hier das Quellenverzeichnis und die Abkürzungen


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