Kasina

Aus Glossar des Buddhismus
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kasina *1[Bearbeiten]

vielleicht verwandt mit skr. krtsna ‘all, vollständig; gesamt', ist der Name für ein rein äußerliches Verfahren, die Sammlung und die Vertiefungen zu erreichen. Es besteht darin, daß man seine volle ungeteilte Aufmerksamkeit auf einen sichtbaren Gegenstand konzentriert (parikamma-nimitta, ‘vorbereitendes Bild'), etwa auf eine bunte Scheibe, einen Fleck Erde, einen Teich u. dgl., bis man schließlich einen geistigen Reflex sowohl bei offenen wie geschlossenen Augen wahrnimmt, das sog. ‘Aufgefaßte Bild' (uggaha-nimitta).

Indem man nun fortfährt, seine konzentrierte Achtsamkeit darauf zu richten, entsteht das klare, unbewegliche Gegenbild (patibhaga-nimitta), und damit ist die ‘Angrenzende Sammlung' > upacara-samadhi erreicht. Indem man aber seine volle Aufmerksamkeit noch immer auf das Objekt gerichtet hält, erreicht man schließlich einen Zustand, wo alle Sinnentätigkeit ausgeschaltet ist, wo es kein Sehen und Hören, keine körperlichen Eindrücke mehr gibt, nämlich den Zustand der ersten Vertiefung > jhana

Die in den Sutten erwähnten 10 Kasinas sind: Erd-, Wasser-, Feuer-, Wind-, Blau-, Gelb-, Rot-, Weiß-, Raum- und Bewußtseinskasina. »Zehn Kasinagebiete gibt es: Da nimmt einer das Erdkasina wahr, oben, unten, seitwärts, ungeteilt, unbegrenzt . . . Einer nimmt das Wasserkasina wahr, oben, unten, seitwärts, ungeteilt, unbegrenzt ... usw....« (D. 33).

Vgl. abhibhayatana.

Statt des Raum- und Bewußtseinskasinas finden sich in Vis. V das Licht- und Raumbegrenzungs-Kasina, > bhavana.

Eine alle Einzelheiten enthaltende Beschreibung der Kasinas bietet Vis.IV u. Vis.V.




Zur Erleichterung: hier das Quellenverzeichnis und die Abkürzungen


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