Urna

Aus Glossar des Buddhismus
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Urna (Stirnmal) *6[Bearbeiten]

Wahrscheinlich entstanden aus einer Haarlocke, eventuell aus der Vorstellung heraus, dass zusammengewachsene Augenbrauen ein Zeichen von Energie und Vitalität seien (buschige, auch lange Augenbrauen sind vielfach ein Merkmal des Arhat, des Mönchs, der die Erleuchtung erlangt hat; ein Zustand, der nur durch Entschlossenheit und totale Hingabe an das Ziel zu erlangen ist). Die Kunst gibt sie zumeist rund und erhabenen wieder.

Das oft - insbesondere im Zusammenhang mit dem tibetischen Buddhismus - genannte dritte Auge, trifft vermutlich nicht zu. Allerdings ist der Gedanke, dass der Buddha über ein zusätzliches Sinnesorgan verfügt, das wir normalen Menschen nicht besitzen, und mit dem er Dinge wahrnehmen kann, die uns verborgen bleiben (Zukunft, Vergangenheit, Höllen und Paradiese, psychische Vorgänge etc.) recht reizvoll. Der Buddha lässt aus der Urna die ihm zugeordneten Bodhisattvas entstehen *. In Südostasien (Ceylon, Thailand, Laos, etc.) sieht man die Urna eher selten auf der Stirn des Buddha. In Nordostasien (China, Korea, Japan) wird sie eigentlich immer gezeigt.

  • vgl. auch die Entstehung der griechischen Gottin Pallas Athene aus dem Haupte ihres Göttervaters Zeus.




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