Ushnisha

Aus Glossar des Buddhismus
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Ushnisha *6[Bearbeiten]

Mit Beginn der personalen Darstellung des Buddha ist der Scheitelwulst (ushnisha) das Kennzeichen des Erleuchteten. Nur einen Buddha oder ein Wesen von buddhagleicher Erkenntnis darf der Künstler mit Schädelauswölbung darstellen. (Tatsächlich wird neben den Buddhas nur noch die historische Persönlichkeit Nagarjuna, der bedeutendste Philosoph des Buddhismus, mit dem Ushnisha gezeigt.)

Vermutlich war der Ushnisha ursprünglich ein Haarknoten (vgl. Sikhs etc.), aber auch ein Turban wird genannt. In Tibet heißt es, er sei das Ergebnis der im Buddha mit großer Kraft hochsteigenden Erleuchtung. Insbesondere in der Gandhara-Kunst ist der Ushnisha noch als Haarknoten deutlich (bisweilen sichtbar mit einem Faden zusammengebunden, Knoten oder Schleife hinten). In der frühen Kunst von Mathura erscheint er als grob gewickelter Schopf. Auch Pratyeka-Buddhas ("Buddhas für sich selbst", d.h. die ihre Lehre nicht verkünden) zeigen einen derartigen Schopf. Bei chinesischen Buddhas ist der Ushnisha bisweilen unbehaart.




Zur Erleichterung: hier das Quellenverzeichnis und die Abkürzungen


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